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Kalender

Gartenkalender im September

Die kleine Raupe *Frostspanner*
Unbedingt jetzt biologisch handeln

Haben sie Lochfrass oder kompletten Kahlfrass an Ihren Obstgehölzen?

Dann ist es vermutlich die *Raupe Nimmersatt namens kleiner Frostspanner*.

Sie ist nur 1 mm groß und richtet erheblichen Schaden an.

Dieser unscheinbare Schad­schmet­ter­ling hellgrauer bis hellbrauner Farbe tritt normalerweise mit den ersten Frösten im Herbst auf. Die Falter haben sich den Som­mer über in einem Kokon im Boden verpuppt, aus dem sie jetzt schlüpfen.

Die Weibchen wird man nur mit viel Geduld entdecken. Sie haben verkrüppelte Stummelflügel und müssen daher nach dem Schlupf aus dem Boden den Stamm hinaufkriechen, um ihre Eier in Knospennähe an den Zweigen ablegen zu können. Sind die Stämme mit einem Leimring geschützt, bleiben sie auf dem Leim kleben.

Wird nicht rechtzeitig gehandelt, nimmt das Übel seinen Lauf. Zur Zeit des Knospenaufbruchs schlüpfen die Larven und beginnen, an Blättern und später auch an jungen Früchten zu fressen. Ende Mai/Anfang Juni lassen sich die Raupen an einem Gespinst­faden zu Boden, um sich dort zu verpuppen. Bis zum Herbst ruht die Puppe in einem Kokon unter der Erdoberfläche, aus dem dann der Falter schlüpft.

 

Was hilft gegen die Raupe?

Jedes Jahr im September / Oktober wird empfohlen, Leimringe oder Leimpaste an die Stäm­me der Obstbäume anzulegen. Diese gift­freien Methode an Obtsbäumen bekämpft den Frost­span­ner.

In Gebieten, wo regelmäßig mit stär­kerem Frostspannerbefall zu rechnen ist, ist das Anlegen der Leimringe eine sinnvolle Maßnahme. Sie sollten die Leimringe regelmäßig auf festen Sitz und ausreichende Funktionstüchtigkeit kontrollieren. Verschmutzte oder eingetrocknete Leimringe müssen Sie erneuern. Mit Ende des Winters sollten sie allerdings von den Bäumen entfernt werden, da sie dann ihren Zweck erfüllt haben und stattdessen viele Nutzinsekten und Spinnen auf ihnen kleben blei­ben.

Eine Unterstützung der natürlichen Feinde ist sinnvoll, eine Kohlmeise frisst viele Raupen pro Tag. Deshalb schaffen Sie Lebensräume und locken Sie die Vögel in Ihren Garten – das kostet nichts.