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Gartentipps
28. Juni

2019

Acer3

Japanischer Fächerahorn mit verwelten vertrockneten Blättern
 Was ist da los?

Wenn der Fächer-Ahorn plötzlich an einzelnen Ästen oder Zweigen vertrocknete Blätter zeigt, ist das ein untrügliches Zeichen für eine Welkekrankheit. Mit etwas Glück sind die wertvollen Ziersträucher zu retten.

Bei vertrockneten Blättern und dürren Zweigen am Fächer-Ahorn (Acer palmatum) ist der Übeltäter in der Regel ein Welkepilz aus der Gattung Verticillium. Insbesondere im Sommer bei trocken-warmer Witterung werden die Hinweise auf eine Infektion sichtbar. Der Pilz infiziert den Zierstrauch über im Boden liegende, langlebige, mikroskopisch kleine Dauerkörper und dringt meist über Wurzel- oder Rindenverletzungen in das Holz der Pflanze ein.

Dort nistet er sich ein und verstopft mit seinem Geflecht die Leitungsbahnen. So unterbricht er die Wasserversorgung einzelner Astpartien und die Pflanze wird stellenweise dürr. Zusätzlich scheidet der Pilz Giftstoffe aus, die das Absterben der Blätter beschleunigen. Die Welke beginnt in der Regel an der Basis und erreicht innerhalb kürzester Zeit die Triebspitze.

Manchmal treten als Zeichen der Welkekrankheit an den Blatträndern Schadsymptome in Form von braun gefärbtem, abgestorbenem Gewebe (Nekrosen) auf. Möglichkeiten der Verwechslung mit anderen Pflanzenkrankheiten gibt es kaum. Man könnte die Verticillium-Welke für einen Sonnenbrand halten – allerdings tritt dieser nicht nur an einzelnen Zweigen auf, sondern befällt alle sonnenexponierten Blätter im äußeren Kronenbereich. Mit einem Querschnitt durch den abgestorbenen Ast lässt sich die Krankheit sicher identifizieren: Man erkennt in den Leitungsbahnen das Pilzgeflecht (Mycel) als bräunlich-schwarze Punkte oder Flecken. Besonders anfällig sind Pflanzen mit geschwächtem Wurzelwerk, zum Beispiel durch mechanische Beschädigungen, Staunässe oder sehr lehmige und dichte, sauerstoffarme Böden.

Die Welkekrankheit bekämpfen
Wenn Ihr Fächer-Ahorn von der Verticilliumwelke befallen ist, sollten Sie die betroffenen Astpartien sofort abschneiden und das Schnittgut mit dem Hausmüll entsorgen. Desinfizieren Sie anschließend die Gartenschere mit Alkohol oder durch Erhitzen der Klingen. Eine chemische Bekämpfung des Erregers ist nicht möglich, da er im Holz der Sträucher vor den Fungiziden gut geschützt ist. Biologische Pflanzenstärkungsmittel machen die Bäumchen jedoch widerstandsfähiger. Auf Nachpflanzungen mit der gleichen Gehölzart sollten Sie verzichten, wenn Sie einen von der Welkekrankheit befallenen Strauch entfernt haben.

Quelle: Mein schöner Garten