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Gartentipps
31. Januar

2019

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Christrose oder Schneerose – Helleborus niger

Im Januar und Februar scheint sich der Garten in einer Art Winterschlaf zu befinden. Die meisten Pflanzen durchlaufen nun eine Ruhephase und haben das Wachstum eingestellt. Es ist still geworden, und statt bunter Blüten bestimmen gedämpfte Farben das Bild. Einige Pflanzen zeigen sich jedoch gerade jetzt von ihrer schönsten Seite und lassen sich auch durch Eis und Schnee nicht vom Blühen abhalten.

Winterlicher Blütenschatz

Zu ihnen gehört die Schneerose (Helleborus niger) Mit ihren an kostbares Porzellan erinnernden Blüten ist sie ein besonderes Kleinod im winterlichen Garten. Seit Jahrhunderten ist die Schneerose ein Symbol der Hoffnung, denn ihre schalenförmigen, weißen, manchmal rötlich getönten Blüten erscheinen mitten im tiefsten Winter. Weil manche dieser anmutigen Pflanzen schon um die Weihnachtszeit blühen, werden sie auch als Christrosen bezeichnet. Helleborus sind zudem unter dem Namen „Nieswurz“ bekannt, denn früher wurde aus ihren Wurzeln Niespulver hergestellt. Die hellen Blüten dieser Staude bilden einen auffallenden Kontrast zu den dunkelgrünen, handförmigen Blättern. Die Schneerose kommt gut vor Gehölzen, im lichten Schatten unter Bäumen oder zusammen mit Farnen und Gräsern zur Geltung. Sie passt ausgezeichnet in stimmungsvolle winterliche Kübel-Arrangements auf dem Balkon oder der Terrasse. Diese „Rose ohne Dornen“ ist auch ein schöner Vasenschmuck. Mit etwas später blühenden Helleborus wie den Lenzrosen (Helleborus-Orientalis-Sorten) und der Palmwedel-Nieswurz (Helleborus foetidus) kommen auch andere Blütenfarben ins Spiel. Ihr Farbenspektrum reicht von Weiß über Hellgrün und Rosa bis hin zu dunklem Rot.

Tipps zu Helleborus

Christrosen gedeihen am besten, wenn sie möglichst ungestört über Jahre am gleichen Platz wachsen können. Ideal ist ein Standort im Halbschatten, zum Beispiel vor oder zwischen sommergrünen Gehölzen, und ein gut wasserdurchlässiger, humusreicher Boden. Diese in der kalten Jahreszeit blühenden Stauden werden auch gerne als winterlicher Balkon- oder Terrassenschmuck verwendet. Nach der Blüte können sie in den Garten gepflanzt werden, um dort im nächsten Jahr wieder zu einem Blickfang zu werden. Wenn Christrosen in der Weihnachtszeit in der Wohnung stehen, stellt man sie nach der Blüte übergangsweise in einen kühlen Raum. Erst nach dem Ende der Frostperiode dürfen sie ins Freie.

Quelle Bund deutscher Staudengärtner